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Micro-Hub

Micro-Hubs werden an dezentralen Standorten eingerichtet und ermöglichen eine Feinverteilung von Paketen auf der Letzten Meile auch durch Lastenfahrräder.

Die Umsetzung ist auf kleineren öffentlichen und privaten Flächen als temporärer Aufbau oder als Teilnutzung in (Bestands-) Immobilien möglich. Die Micro-Hubs werden im Idealfall nur einmal täglich gebündelt beliefert. Beim temporären Aufbau eines Micro-Hubs werden beladene Container oder Anhänger abgestellt und leere wieder abgeholt. Alternativ werden gut erreichbare (Bestands-) Immobilien genutzt.

Die Anlieferung der Pakete erfolgt durch jeden Kurier- Express- und Paket Dienstleister*in eigenständig. Die Zustellung auf der letzten Meile an die Empfänger*innen wird vollständig mit Lastenfahrrädern oder anderen emissionsfreien Kleinstfahrzeugen durchgeführt. Die Feinverteilung ist für größere Dienste individuell oder gemeinschaftlich anbieterneutral denkbar.

Das Logistikkonzept Micro-Hub zielt somit auf eine emissionsfreie Belieferung auf der letzten Meile ab. Hierdurch sind eine Verkehrsentlastung in verkehrsintensiven Stadtteilen und eine Verbesserung des Verkehrsflusses durch Vermeidung von „Zweite-Reihe-Halten“ möglich. Lastenfahrräder bieten eine höhere Flexibilität, indem sie beispielsweise in beschränkte Bereiche fahren und auch von Personen ohne Führerschein gefahren dürfen. Dem stehen Nachteile wie eine geringere Kapazität der Lastenfahrräder, eine Anpassung betrieblicher Abläufe und möglicherweise höhere Personalkosten entgegen.

  • Vorteile

  • Reduzierung von Emissionen durch Einsatz von Lastenfahrrädern und Kleinstfahrzeugen
  • Reduzierung von „Zweite-Reihe-Halten“ durch Transporter
  • Erweiterter Personalpool durch Wegfall einer Fahrerlaubnis
  • Nachteile

  • Kleinteiliger Flächenbedarf in gefragter Lage
  • Erhöhter Organisations-/Kostenaufwand
  • Zusätzliche Anforderungen an die Infrastrukturplanung

Konfigurationsparameter

  • Betreibermodell Micro-Hubs:
    Es kann ausgewählt werden, ob die Hubs durch mehrere KEP-Dienstleister (anbieterneutral) genutzt werden und damit eine konsolidierte Zustellung ermöglicht wird oder jeder KEP-Dienstleister eigene Hub- und Auslieferungsstrukturen verwendet (anbieterspezifisch).
    • anbieterspezifisch
    • anbieterneutral
  • Fahrzeuge zur Belieferung der Micro-Hubs:
    Es kann ausgewählt werden, ob für die Belieferung der Micro-Hubs Elektrofahrzeuge oder konventionelle Lieferfahrzeuge mit Verbrennungsmotor genutzt werden.
    • Konventionelle Lieferfahrzeuge
    • E-Fahrzeuge
  • Kapazität der Micro-Hubs:
    Die maximale Kapazität eines Micro-Hubs kann ausgewählt werden. Sie gibt an, wie viele Pakete pro Tag maximal über das Micro-Hub an den Endkunden zugestellt werden können. Es wird dabei zwischen kleinen, mittleren und großen Hubs unterschieden.
    • 1000
    • 200
    • 400
  • Durchsetzungsgrad [%]:
    Über die Sendungsstruktur und die Paketdichte im möglichen Einzugsbereich der Micro-Hubs wird zunächst zwischen geeigneten und ungeeigneten Micro-Hub Standorten differenziert. Hierfür entscheiden ist die mögliche Auslastung der Micro-Hubs. Liegt diese bei über 90% der Kapazität, gilt ein Standort als geeignet. Der Durchsetzungsgrad gibt den Anteil von geeigneten Micro-Hubs an, die von den KEP-Dienstleistern auch tatsächlich genutzt bzw. in ihre Lieferkette integriert werden.
    • 33%
    • 66%
    • 100%
  • Lastenfahrrädern auf der letzten Meile:
    Es kann ausgewählt werden, ob die Auslieferung an die Kund*innen zum Teil durch Lastenfahrräder erfolgen soll. Über einen Zustellradius um die Hub-Standorte wird der Bereich definiert, in dem die für eine Lastenradzustellung geeigneten Sendungen ausschließlich per Lastenfahrrad zugestellt werden können.
    • 1500
    • 2500

Stakeholder

  • KEP-Dienstleister*innen
  • Immobilienanbieter*innen
  • Hub-Betreiber*in
Mit Konzept Micro-Hub zum Tool
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